dwrweb

Willkommen bei Diego Wegner

Initiative „Wir sind der Osten“

„Die Initiative »Wir sind der Osten« macht Menschen aus Ostdeutschland sichtbar, die die Zukunft positiv gestalten. Sie zeigt Macherinnen und Macher, die Herausforderungen anpacken. Wir alle sind ostdeutsch sozialisiert, leben aber nicht mehr zwingend im Osten.“ – so die Vorstellung auf der Homepage der Initiative. Ich habe mich ihr angeschlossen, das Thema der DDR-Vergangenheit in „Konspirative Liebe“ passt genau dort hinein.

Diego Wegner auf wirsindderosten

Mein Profil auf „wirsindderosten“


Homepage „Wir sind der Osten“

Das Team der Initiative besteht aus über 20 Personen aus Ost und West, die u.a. auch die Homepage wirsindderosten.de betreuen. Der Klick auf das Bild führt auf diese Homepage.


„Artikel 1 e.V.“ und „Wir sind der Osten“

Inhaltsverantwortlich für die Seiten von „Wir sind der Osten“ ist der „Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V.“ in Berlin. In Kooperation mit diesem Verein wurde „Wir sind der Osten“ im Sommer 2019 gegründet. Am 16.10.2019 fand die Startveranstaltung in Berlin statt, worüber in einigen regionalen Medien berichtet wurde.

„Wir sind der Osten“ ist kein eigenständiger Verein und auch keine Abteilung von „Artikel 1“, sondern eine Gruppe von Menschen sehr unterschiedlichen Alters, die ihre ostdeutschen Wurzeln verbinden, in deren Leben die DDR eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Dabei haben manche Mitglieder die DDR gar nicht mehr aus eigenem Erleben kennen gelernt – aber sie wurden geprägt durch in der DDR aufgewachsenen Eltern oder Freunde, die sie nach einem Umzug in das Gebiet der ehemaligen DDR kennen lernten..


Was will „Wir sind der Osten“ erreichen?

Nach der Darstellung auf der Webseite zeigt die Initiative (Zitat) „Macherinnen und Macher, die Herausforderungen anpacken. Wir alle sind ostdeutsch sozialisiert, leben aber nicht mehr zwingend im Osten.“ Einige sind (im Osten) geblieben, einige (in den Westen) gegangen, andere (in den Osten) zurück gekehrt. Auf mich trifft Ersteres zu, ich bin gelieben. Auch ich fühle mich nach wie vor mit meinen ostdeutschen Wurzeln verbunden, bin selbst ein Kind der DDR, habe bis 1990 nur die DDR und die BRD mit der Staatsgrenze dazwischen gekannt. Und ich war beeindruckt, wenn mir ältere Menschen damals erzählten, dass sie die beiden Staaten noch als ein ungeteiltes Land ohne Grenze dazwischen kannten. Das lag für mich als Kind und Jugendlicher außerhalb jeder Vorstellungskraft.

Geblieben – gegangen – zurückgekehrt: So sind die (im Februar 2020) fast 260 Personen auf der Webseite eingeteilt, die sich der Initiative bisher angeschlossen haben. Aus Urheberechtsgründen ist die Person im Screenshot unkenntlich gemacht.

So unterschiedlich, wie sich die beiden Staaten DDR und BRD entwickelt haben, so unterschiedlich wurden auch die Menschen erzogen – hier zu „sozialistischen Persönlichkeiten“, dort im Sinne der kapitalistsichen, sozialen Marktwirtschaft und einer Demokratie mit pluralistischem Parteiensystem.

„Ostdeutsch sozialisiert“ zu sein, heißt nicht, dass man damals vom Sozialismus überzeugt oder gar in der SED oder einer der Blockparteien Mitglied war. Der Begriff verbindet sich für mich mit einigen bestimmten Verhaltensweisen, die auch heute noch bei den Menschen mit DDR-Hintergrund anzutreffen sind, zum Beispiel

  • oft respektvollerer Umgang miteinander;
  • weniger meckern in ärgerlichen Alltagssituationen;
  • nicht so viel reden, sondern auch machen.

So verstehe ich dann auch den Begriff „Macherinnen und Macher“ auf der Seite der Initiative. Mein Teil des Beitrages: Mit dem Buch „Konspirative Liebe“ nicht zuletzt auch zeigen, dass nicht alles in der DDR schlecht war, wie es heute an etlichen Stellen gerne dargestellt wird.